Musical meets Impro – was für ein Abend…

Wow…von seiner frühesten Form als Musical-AG des Gymnasiums 1997 über den Start als freies Ensemble 2008 bis hin zu unseren letzten Großproduktionen – einen Abend wie gestern hat noch keiner von uns je erlebt. Denn nach dem Technik-Aufbau ging erst mal nichts mehr: Störgeräusche auf mehreren Kanälen, deren Ursache einfach nicht rauszufinden war. An den ursprünglich für 16 Uhr geplanten Soundcheck war so nicht zu denken – und es wurde immer später, während die Nervosität im Raum mit Händen zu greifen sein schien.

Mittlerweile standen die ersten Gäste vor der Tür – was tun? Gegen 17.30 Uhr zogen wir kurzzeitig sogar ein spontanes Akustik-Konzert am Flügel in Betracht, schließlich wurden in einem Kraftakt alle gesteckten Sendewege wieder gelöst und neu verkabelt mit dem hausinternen analogen Mischpult, während wir den Konzertbeginn leider um 30 Minuten nach hinten verschieben mussten. Es war wohl noch nie jemand glücklicher, dass unser wunderbarer musikalischer Leiter Philipp zugleich studierter Tontechniker ist; mit dieser zusätzlichen Hilfe konnten wir letztlich um fünf Minuten vor 6 mit einem Mini-Soundcheck loslegen. „Pünktlich“ um 18.30 konnte es dann tatsächlich losgehen – Hut ab vor allen Sängern, die die ungewohnte Situation so cool gemeistert haben, wie es wohl nur möglich war. Nach dem bedauerlichen kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall von Laura Hatko war die Truppe ohnehin schon dezimiert, doch das Motto „Jetzt erst recht“ war jedem Einzelnen anzumerken – das Publikum dankte es mit langanhaltendem Beifall.

Das Ensemble beim ersten Song

Der nächste Schock ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach ihren zwei Solisten-Parts in der ersten Hälfte musste die zuvor schon angeschlagene Anja in der Pause dann komplett die Segel streichen: Stimme weg. So ging es hektisch auf die Suche nach jemandem, der Anjas Part im großen Opener der zweiten Hälfte übernehmen könnte – und es kam zur zweiten Premiere der Ensemble-Geschichte: Mit Text in der Hand meisterte Eva ihren Spontan-Einsatz bemerkenswert. Der Rest des Konzertes verging dann wie im Flug – und als während der großen Schlussnummer „Morgen schon“ aus „Les Miserables“ tatsächlich Zuschauer aufsprangen und die Revolutionsflagge schwenkten, war dem gesamten Team die Erleichterung mehr als anzusehen.

Danke an ein grandioses Premierenpublikum, das eine Show gesehen hat, deren Umstände nicht schlimmer hätten kommen können – doch wir haben uns durchgekämpft! Umso mehr freuen wir uns auf unser Zusatzkonzert am 13. Juli, wenn wir diese tollen Lieder noch einmal auf die Bühne bringen dürfen. Wenn Sie gestern dabei waren, freuen wir uns über einen Eintrag in unserem Gästebuch, wer die Show verpasst hat oder gerne nochmal kommen mag: Tickets sind hier erhältlich!

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